RECHTLICHE SITUATION

Die wiederkehrende Geräteprüfung stützt sich auf die Verordnung des Bundes über die Verhütung von Unfällen und Berufskrankheiten (VUV Art. 32b)

Wir prüfen nach
SNR 462638

Wir prüfen nach

SNR 462638

1. Aufbau der schweizerischen Gesetzgebung

Auf der obersten Stufe in der Pyramide ist die Bundesverfassung.

 

 

Darunter befinden sich die verschiedenen Gesetze. Unter anderem das Elektrizitätsgesetz (SR 734.0 EleG) und das Bundesgesetz über die Unfallversicherung (SR 832.20 UVG). Sie regeln viele wichtige Sachverhalte in groben Zügen.

Eine Stufe darunter sind die Verordnungen. Wir orientieren uns hier an der Vorordnung für elektrische Niederspannungserzeugnisse (SR 734.26 NEV), die Verordnung über die Verhütung von Unfällen und Berufskrankheiten (Verordnung über die Unfallverhütung, SR 832.30 VUV) sowie den Weisungen des Eidg.
Starkstrominspektorates ESTI.

Im Info Bulletin 3024d vom April 2015 von Electrosuisse wird vom ESTI empfohlen, regelmässig eine Geräteprüfung von ortsveränderlichen elektrischen Arbeitsmitteln durchzuführen. Sie wird in der schweizerischen Norm SNR 462638 vom April 2018 beschrieben.

Die Verordnungen und Empfehlungen auf dieser Stufe der Pyramide werden auch «Regeln der Technik» genannt. Das ist deshalb wichtig, weil bei einem Unfall bzw. Gerichtsfall diese Regeln Gesetzescharakter erhalten!

2. Welche Gesetze oder Verordnungen fordern eine Geräteprüfung?

Die wiederkehrende Geräteprüfung stützt sich auf die Verordnung über die Verhütung von Unfällen und Berufskrankheiten (VUV). Artikel 32b auferlegt die wiederkehrende Geräteprüfung: «Arbeitsmittel sind gemäss den Angaben des Herstellers fachgerecht in Stand zu halten. Dabei ist dem jeweiligen Einsatzzweck und Einsatzort Rechnung zu tragen. Die Instandhaltung ist zu dokumentieren (Art. 32b VUV)»

Eine weitere Prüfgrundlage liefern die 5+5 lebenswichtigen Regeln im Umgang mit Elektrizität von der SUVA.

Hier wird in der dritten Regel definiert, dass sichere und intakte Arbeitsmittel einzusetzen sind. Dieser Forderung können wir nur gerecht werden, wenn die ortsveränderlichen elektrischen Arbeitsmittel regelmässig und periodisch geprüft werden.

3. Prüfperiodizität

Die Prüfperiodizität der einzelnen Gerätegruppen wird grundsätzlich im Instandhaltungskonzept festgehalten. Der Prüfinterwall richtet sich nach dem Einsatzgebiet und den Umgebungsbedingungen. Eine sinnvolle Prüfperiodizität liegt zwischen 6 und 36 Monaten.

Damit der Personen- und Sachenschutz auch nach längerem Gebrauch noch einwandfrei funktioniert, ist die wiederkehrende Geräteprüfung unabdingbar. Aus den aufgeführten Punkten erschliesst sich auch hier, dass der Bund die wiederkehrende Geräteprüfung gesetzlich verankert hat und dies somit viel mehr als eine Empfehlung versteht.

4. Unfallstatistik

Tatsache ist leider, dass schweizweit im Schnitt, jeden Tag ein Arbeits- oder Brandunfall passiert, der auf gebrauchte elektrische Geräte zurückzuführen ist.

Für uns ist das täglich ein Ansporn, mit unseren Prüfdienstleistungen diese Ziffern zu reduzieren!

5. Für wen gelten diese Gesetze und Verordnungen?

VUV, Kap. 1 Geltungsbereich:
Art 1. Grundsatz

  1. Die Vorschriften über die Verhütung von Berufsunfällen und Berufskrankheiten (Arbeitssicherheit) gelten für alle Betriebe, deren Arbeitnehmer in der Schweiz Arbeiten ausführen.
  2. Ein Betrieb im Sinne dieser Verordnung liegt vor, wenn ein Arbeitgeber dauernd oder vorübergehend einen oder mehrere Arbeitnehmer beschäftigt unabhängig davon, ob feste Einrichtungen oder Anlagen vorhanden sind.

6. Regeln der Technik

Die neue Schweizer Norm SNR 462638 wurde von Electrosuisse im April 2018 herausgegeben. Für diese Norm ist das technische Komitee TK 64 „Elektrische Installationen und Schutz gegen elektrischen Schlag“ des Schweizerischen Elektrotechnischen Komitees CES zuständig.

 

Diese SNR orientiert sich an folgenden Dokumenten:

  • 85/449/FDIS (Projekt IEC 62638 Ed.1.0) “Recurrent test and test after repair of electrical Equipment“
  • DIN VDE 0701-0702 „Prüfung nach Instandsetzung, Änderung elektrischer Geräte – Wiederholungsprüfung elektrischer Geräte – Allgemeine Anforderungen für die elektrische Sicherheit“

 

Diese Norm wurde von einer Arbeitsgruppe von Electrosuisse erarbeitet und den
Technischen Komitees TK 64 und UK 23B des CES, dem Eidgenössischen Starkstrominspektorat
und der Suva zur Stellungnahme vorgelegt.

Somit gilt diese Norm in der Schweiz als anerkannte Regel der Technik.

7. SUVA 5+5 Regel

  1. Wir arbeiten mit klarem Auftrag und wissen, wer die Verantwortung trägt.
  2. Wir führen Arbeiten nur aus, wenn wir dafür geschult und berechtigt sind.
  3. Wir arbeiten mit sicheren und intakten Arbeitsmitteln.
  4. Wir tragen die persönliche Schutzausrüstung.
  5. Wir nehmen Anlagen nur in Betrieb, wenn die vorgeschriebenen Kontrollen vorgenommen wurden.

+ 5 : Wir halten uns konsequent an die 5 Sicherheitsregeln für spannungsfreies Arbeiten.

  • Freischalten
  • Sichern
  • Prüfen
  • Erden/Kurzschliessen
  • Schützen

1. Aufbau der schweizerischen Gesetzgebung

Auf der obersten Stufe in der Pyramide ist die Bundesverfassung.

 

 

Darunter befinden sich die verschiedenen Gesetze. Unter anderem das Elektrizitätsgesetz (SR 734.0 EleG) und das Bundesgesetz über die Unfallversicherung (SR 832.20 UVG). Sie regeln viele wichtige Sachverhalte in groben Zügen.

Eine Stufe darunter sind die Verordnungen. Wir orientieren uns hier an der Vorordnung für elektrische Niederspannungserzeugnisse (SR 734.26 NEV), die Verordnung über die Verhütung von Unfällen und Berufskrankheiten (Verordnung über die Unfallverhütung, SR 832.30 VUV) sowie den Weisungen des Eidg.
Starkstrominspektorates ESTI.

Im Info Bulletin 3024d vom April 2015 von Electrosuisse wird vom ESTI empfohlen, regelmässig eine Geräteprüfung von ortsveränderlichen elektrischen Arbeitsmitteln durchzuführen. Sie wird in der schweizerischen Norm SNR 462638 vom April 2018 beschrieben.

Die Verordnungen und Empfehlungen auf dieser Stufe der Pyramide werden auch «Regeln der Technik» genannt. Das ist deshalb wichtig, weil bei einem Unfall bzw. Gerichtsfall diese Regeln Gesetzescharakter erhalten!

2. Welche Gesetze oder Verordnungen fordern eine Geräteprüfung?

Die wiederkehrende Geräteprüfung stützt sich auf die Verordnung über die Verhütung von Unfällen und Berufskrankheiten (VUV). Artikel 32b auferlegt die wiederkehrende Geräteprüfung: «Arbeitsmittel sind gemäss den Angaben des Herstellers fachgerecht in Stand zu halten. Dabei ist dem jeweiligen Einsatzzweck und Einsatzort Rechnung zu tragen. Die Instandhaltung ist zu dokumentieren (Art. 32b VUV)»

Eine weitere Prüfgrundlage liefern die 5+5 lebenswichtigen Regeln im Umgang mit Elektrizität von der SUVA.

Hier wird in der dritten Regel definiert, dass sichere und intakte Arbeitsmittel einzusetzen sind. Dieser Forderung können wir nur gerecht werden, wenn die ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmittel regelmässig und periodisch geprüft werden.

3. Prüfperiodizität

Die Prüfperiodizität der einzelnen Gerätegruppen wird grundsätzlich im Instandhaltungskonzept festgehalten. Der Prüfinterwall richtet sich nach dem Einsatzgebiet und den Umgebungsbedingungen. Eine sinnvolle Prüfperiodizität liegt zwischen 6 und 36 Monaten.

Damit der Personen- und Sachenschutz auch nach längerem Gebrauch noch einwandfrei funktioniert, ist die wiederkehrende Geräteprüfung unabdingbar. Aus den aufgeführten Punkten erschliesst sich auch hier, dass der Bund die wiederkehrende Geräteprüfung gesetzlich verankert hat und dies somit viel mehr als eine Empfehlung versteht.

4. Unfallstatistik

Tatsache ist leider, dass schweizweit im Schnitt, jeden Tag ein Arbeits- oder Brandunfall passiert, der auf gebrauchte elektrische Geräte zurückzuführen ist.

Für uns ist das täglich ein Ansporn, mit unseren Prüfdienstleistungen diese Ziffern zu reduzieren!

5. Für wen gelten diese Gesetze und Verordnungen?

VUV, Kap. 1 Geltungsbereich:
Art 1. Grundsatz

  1. Die Vorschriften über die Verhütung von Berufsunfällen und Berufskrankheiten (Arbeitssicherheit) gelten für alle Betriebe, deren Arbeitnehmer in der Schweiz Arbeiten ausführen.
  2. Ein Betrieb im Sinne dieser Verordnung liegt vor, wenn ein Arbeitgeber dauernd oder vorübergehend einen oder mehrere Arbeitnehmer beschäftigt unabhängig davon, ob feste Einrichtungen oder Anlagen vorhanden sind.

6. Regeln der Technik

Die neue Schweizer Norm SNR 462638 wurde von Electrosuisse im April 2018 herausgegeben. Für diese Norm ist das technische Komitee TK 64 „Elektrische Installationen und Schutz gegen elektrischen Schlag“ des Schweizerischen Elektrotechnischen Komitees CES zuständig.

 

Diese SNR orientiert sich an folgenden Dokumenten:

  • 85/449/FDIS (Projekt IEC 62638 Ed.1.0) “Recurrent test and test after repair of electrical Equipment“
  • DIN VDE 0701-0702 „Prüfung nach Instandsetzung, Änderung elektrischer Geräte – Wiederholungsprüfung elektrischer Geräte – Allgemeine Anforderungen für die elektrische Sicherheit“

 

Diese Norm wurde von einer Arbeitsgruppe von Electrosuisse erarbeitet und den
Technischen Komitees TK 64 und UK 23B des CES, dem Eidgenössischen Starkstrominspektorat
und der Suva zur Stellungnahme vorgelegt.

Somit gilt diese Norm in der Schweiz als anerkannte Regel der Technik.

7. SUVA 5+5 Regel

  1. Wir arbeiten mit klarem Auftrag und wissen, wer die Verantwortung trägt.
  2. Wir führen Arbeiten nur aus, wenn wir dafür geschult und berechtigt sind.
  3. Wir arbeiten mit sicheren und intakten Arbeitsmitteln.
  4. Wir tragen die persönliche Schutzausrüstung.
  5. Wir nehmen Anlagen nur in Betrieb, wenn die vorgeschriebenen Kontrollen vorgenommen wurden.

+ 5 : Wir halten uns konsequent an die 5 Sicherheitsregeln für spannungsfreies Arbeiten.

  • Freischalten
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  • Schützen